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Erfahrungsbericht Old Mac`s
| Erfahrungsberichte |
Erfahrungsbericht mit Boa-Boot September 2008
Hallo Herr Weißenborn, Hallo Frau Baumgarten,
hier kommt wie versprochen mein Feedback zu den von euch empfohlenen Old Mac`s.
Vorab: SUPER!!!
Mit dem Gedanken Hufschuhe habe ich mich eigentlich nur gezwungener Maßen beschäftigt, als ich nach einem dummen Eisenabtreter, bei dem an beiden Vorderhufen der halbe Huf mit flöten ging, vor der Wahl stand, mein Pferd 6 Wochen wegzustellen oder Schuhe zu versuchen.
Ich kannte von Hufschuhen bis dato immer nur das alte Klischee: Halten nicht, scheuern, viel zu aufwändig das ständige Gefummel.
Mein Pferd ist 19 und war, solange ich ihn kenne, (immerhin 8 Jahre) immer voll beschlagen. Der katastrophale Hufzustand(extrem schiefe Zwanghufe) lässt vermuten, das er auch die Jahre vorher immer (schlecht) beschlagen war. Noch dazu die ganzen Beine auch "schief", also alles andere als Lehrbuchmäßig.
Aber da mein Hotta gut lief, ließ ich alles immer beim alten an den Hufen (außer ich wechselte den Schmied solange, bis ich einen gefunden hatte, der erreichte, das die Hufe ihren Zustand behielten und nicht noch schlecher wurden) nach dem Motto: "Never change a running system."
Bis zu besagtem Tage.... wegstellen wollte ich auf kein Fall, da ich kurz vor meiner Haupt-Reit-Saison (Schleppjagden, Distanz)war und voll im Training.
Also hab ich nach einiger Suche im Internet eure Page entdeckt, das Konzept klang logisch (und mir war vor allem wichtig, das ich Schuhe auch ausprobieren kann ohne gleich alle zu kaufen), ich also mit euch telefoniert, war auch alles sehr nett, Formular ausgefüllt, wenige Tage später einen dicken Umschlag erhalten.
Ich war von der Ausführlichkeit der Beratung (auch am Telefon) sehr überrascht, auch die Bearbeitungstipps waren sehr logisch und anschaulich. Ich habe den Huf also nach eurer Anleitung noch mal selber etwas nachgefeilt (Zehe viel zu lang und dick) und neue Maße durchgegeben. Daraufhin bekam ich die Empfehlung zu den Old Mac`s. Ich also zwei bestellt. Angezogen, (war ganz schön schwer), losmaschiert, immer nur kurz die ersten Tage. Pferdi ging sofort ganz normal, als wenn nix wäre. Trotzdem hab ich nach ca. einer Woche festgestellt, das der Schuh eigentlich etwas zu klein ist (Gaiter war auch mit Gewalt nicht mehr reinzukriegen) und hab mir ne Nr. größer bestellt.
Viiiieeel besser, passen auch mit Gaiter. Habe also dann die kleineren zurück gesendet - und hatte eigentlich Bedenken, das ihr "Benutzungsgebühr" abzieht, da die doch schon recht gut "benutzt" waren. Aber nichts. *freu*
Bin dann ca. 3 Wochen mit den Schuhen geritten, nach der Empfehlung immer mit langsamer Steigerung. Aber nach 3 Wochen war ich schon 4 Std damit in allen Gangarten und auf allen Untergründen unterwegs gewesen und war einfach sprachlos: Kein Scheuern, kein Verlieren. Nicht ein einziges Mal!!! *vorStaunendenMundnichtmehrzukrieg*
Und Pferd lief auch super damit.
Hinten war der Schmied-Termin jetzt auch fällig und nach der guten Erfahrung vorne fragte ich meine Schmiedin, was sie von einer kompletten Umstellung hält, und sie war einverstanden. Also Eisen hinten ab, bearbeitet in Anlehnung an eure Tipps (einiges hat die Schmiedin auch etwas anders gemacht, aber ich denke sie geht den guten Mittelweg) und 2. paar Old Mac`s bestellt. (zugegebenermaßen ohne Beratung durch euch über e...y - hoffe ihr seid mir nicht böse....*schäm*
)
So, will den Roman ja nicht zu lang ausdehnen, deswegen: DIE SCHUHE SIND DIE IDEALLÖSUNG.
Bis jetzt eingesetzt bei hartem Boden, knöcheltiefem Sand/Matsch, komplett im Wasser - sowohl beim Strandgalopp als auch beim Schwimmen - bei Berg und Tal, beim Springen und beim Distanztraining.
Nie Scheuerstellen, NIE - NICHT EINMAL!!!!! verloren, einzig und allein etwas gerötete Ballenränder, aber da dort keinerlei Schmerzanzeichen sind, sagt meine Schmiedin, ich soll das ignorieren, das wird sich von allein noch erledigen in Form von "Hornhaut"--> inzwischen erledigt!!
Und Pferd läuft auf Wolke sieben....
Die Krönung war letztes Wochenende der Distanzritt "Die Haard 2008" über 45 km. Der Boden ist dort sehr anspruchsvoll mit viel Sand, richtig tiefen Matschlöchern, Wurzeln ectr.--> fragt die Ortsansässigen, die trauen sich nicht mit Schuhen dort reiten!!
Alles unverändert TOP! Mit 4 Schuhen ohne Scheuerstellen angekommen. Seither bin ich mir absolut sicher: wenn der Schuh nicht irgendwann irgendwo kaputt geht, ist ein verlieren zu 99,9% ausgeschlossen!!
Fazit: Ich hoffe, mein Pferd braucht nie wieder einen Beschlag! Bin vom Hufschuh-Kritiker zum Fan geworden. Da ich hier der absolute Exot bin damit, hab ich jetzt auch schon x-Mal euren Kontakt weitergegeben, viele Fragen beantwortet, Werbung für Schuhe gemacht ectr.
Damit es überhaupt noch einen Verbesserungsvorschlag gibt: Mein Pferd läuft hinten sehr eng, so dass er sich öfters Schuh an Schuh streifte und so die "Gürtelschlaufe" - ich denk ihr wisst was ich mein - allmählich abwetzte. Da behelfe ich mir erfolgreich mit einem Bekleben der Schuhe mit 3 Lagen starkem Panzertape - wenn das nach 2-3 Stunden "durch" ist, klebe ich einfach nach, und so bleibt der Schuh heile. Aber evtl. könnte man die Schuhe innen noch nen Takken "enganliegender" gestalten? Nur als Anregung für den Hersteller gedacht....
Ach, und ihr müsstet näher an mir dran sein, damit ihr mein Pferd mal live sehen (und bearbeiten)könntet.. *gg*
So, war jetzt ein Roman, aber ihr merkt, bin einfach PLATT von dem guten Erfolg.
Wenn ich darf, halte ich euch weiterhin auf dem laufenden wies mit mein Hotte steht, und die neueren "Leistungsnachweise" der Schuhe...
Vielen lieben Dank für eure super tolle Beratung
Rebecca Diecke und Rasputin
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Aktualisiert (Dienstag, 14. Juli 2009 um 10:47)


