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Verkaufspferde

Sam GrisuWir lieben Pferde mit starkem Charakter und außergewöhnlicher Farbe.

Deshalb züchten wir eine Kreuzung aus Appaloosa und Paint Horses – als treuen Freizeitbegleiter.
Sie sind nervenstark und gesund.


Wir legen großen Wert bei unseren Tieren auf ihre Menschenbezogenheit und ihren Charakter.

Besonders wichtig sind uns

  • harte Hufe mit guter Hornqualität
  • ein gerader und muskulöser Rücken,
  • starke Sehnen und eine korrekte Beinstellung.

Unsere Pferde grasen auf über 20 Hektar Hangwiesen (Magerwiesen) mit ganzjährigem Weidegang. 
Sie leben in einer homogenen Herde, Fohlen wachsen mit ihren Stuten auf. Soziale Strukturen werden so von Generation zu Generation übertragen, natürliche Verhaltensweisen können sich entwickeln und ausgelebt werden. Unsere Pferde sind dem Alter entsprechend normal entwickelt.  Wir  achten darauf, das sie in den für Pferde natürlichen Monaten ( Mai, Juni) geboren werden. Sie sind deshalb mit drei Jahren noch nicht voll entwickelt. Ihre volle  geistige und körperliche Reife erhalten sie erst mit vier Jahren.

Unsere Weiden werden seit mehr als 20 Jahren nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Schafe weiden sie ab. Die sehr artenreiche Vegetation pflegen wir mit Ansaaten -  ohne optimierte Industriegräser. 

Durch ausreichende Bewegung und artgerechte Ernährung erfreuen sich unsere Tiere bester Gesundheit.

Unserer Pferde zeichnen sich aus durch
  • Neugierde, Intelligenz, und Zuverlässigkeit
  • ein ruhiges ausgeglichenes Wesen
  • Robustheit und Härte
  • eine gute Balance, um auch schwierige Geländebeschaffenheiten trittsicher zu meistern

In der Herde und im Umgang mit Menschen bedingt durch unseren Beruf und unseren ständigen Umgang mit den unterschiedlichsten Pferdetypen lassen wir keine schlechten Erfahrungen zu.

Zeitweise geben wir Jungtiere, vom Absetzer bis zum dreijährigen Pferd, roh oder angeritten in Lebensstellung ab.

Wichtig ist uns, dass genügend Zeit bleibt, in der sich Kaufinteressent und Pferd kennen lernen können. Geschwister und in der Regel auch die Eltern können direkt bei uns besichtigt und geritten werden.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir keine Händler berücksichtigen können.

Unsere Pferde sind Allrounder. Sie können in den unterschiedlichsten Disziplinen geritten werden. Dies liegt im Ermessen des neuen Besitzers.

Sie werden bewertet nach dem 
  Parelli Horsenality Profile

In der Herde und im Umgang mit Menschen bedingt durch unseren Beruf und unseren ständigen Umgang mit den unterschiedlichsten Pferdetypen lassen wir keine schlechten Erfahrungen zu.

Zeitweise geben wir Jungtiere, vom Absetzer bis zum dreijährigen Pferd, roh oder angeritten in Lebensstellung ab. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir keine Händler berücksichtigen können. Wichtig ist uns, dass genügend Zeit bleibt, damit Kaufinteressent und das Pferd genügend Raum haben sich, sich kennen zu lernen. Geschwister und in der Regel auch die Eltern können direkt bei uns besichtigt und geritten werden.
Unsere Pferde sind Allrounder. Sie können in den unterschiedlichsten Disziplinen geritten werden. Dies liegt im Ermessen des neuen Besitzers.

Wir verkaufen einige unserer Pferde
  • Sam Grisu unserer Spitzbub
  • Sunshine Boy unsere zarte Seele
  • Sleipnir das Götterpferd
  • Sunny unsere Nachzüglerin die jetzt erst richtig loslegt
  • Topatschi eine gestandene Stute, sehr genügsam aber nicht ohne Anspruch
  • N-Tschochi beharrlich, selbstsicher und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen
  • The Rain unser kleines Luder
  • Shandy unsere Zarte, unser Seelchen
Sam Grisu
Wallach
VaterMutter

Sam Grisu

Alter: 4
jetztige Größe: 152 cm
Endmass: 155 cm
Farbe: Dark brown tobiano

Sunshine Boy:   Paint/Araber
May: Paint/Appaloosa
Sunshine BoyMay
Paint/Appaloosa

Sam Grisu

 

Sam GrisuSa                   

besitzt jetzt schon eine große Nervenstärke und eine sehr neugierige Art, er wird seinen Reiter fordern. Seinem quadratischem Fundament und sehr abgedrehter und harmonischen Typ, einfach ein Sunnyboy. Wächst zur Zeit mit seinen Geschwistern auf und zeigt jetzt schon eine große Lernbereitschaft  und sehr freundliches Wesen zu Hund, Katze und Kindern.
Ist in dem Reiturlaub als völlig unerschrockenes Fohlen tagtäglich drei bis vier Stunden mit gelaufen.
Nach Statur und Knochenbau wird es ein Pferd, wenn er richtig geritten wird, kann man alles Reiten, von der hohen Schule bis hin zum Raining. Gelerntes setzt er schnell um, man kann es jederzeit abrufen, es darf aber nicht langweilig sein
Er wird zur Zeit  nach Parelli Horsemanship angearbeitet.

Halfterführig, kennt Hufpflege und geht als Handpferd bei Wanderritten mit. Er wächst im Herdenverband auf, Sam Grisu ist unheimlich menschenbezogen und ein Pferd
zum verlieben. Freizeit, Gelände, Wanderreiten, Western.

Ein kräftiger Kerl mit tollem Fundament.

 

Preis: 2800,00 Euro VB

EigenschaftenPersönlichkeit
Freizeit, Gelände, Wanderreiten, Western.
Dressur

unerschrocken und superlieb im Umgang mit Mensch und Tier und große Nervenstärke
AusbildungAufzucht / Haltung
Halfterführig, regelmäßige Hufpflege, geht als Handpferd mit
Good-Horsemanship
Ganzjähriger Weidegang auf 20 Hektar Magerwiesen,
Mit Müttern, Tanten und Geschwistern
Natürliche FütterungEntwicklung
Magerwiesen(sehr artenreich), Heu, Heulage, unbehandeltes MaishDa die Fohlen  in den natürlichen Monaten Mai, Juni geboren werden, und nur artgerecht Fütterung erhalten und kein Mastfutter, sind Sie viel homogener  in Ihrer Form und Größe

Sleipnir
Wallach
VaterMutter
Sleipenir
Alter:
jetztige Größe: 152 cm
Endmass: 155 cm
Farbe: Dark brown tobiano
Sunshine Boy:   Paint/Araber
Alter
Größe
Nachkommen 
Trachy:  Appaloosa
Vater Sunshine BoyVater
Paint/Appaloosa
Sleipenir besitzt jetzt schon eine große Nervenstärke und eine sehr neugierige Art, er wird seinen Reiter fordern. Seinem quadratischem Fundament und sehr abgedrehter und harmonischen Typ, einfach ein Sunnyboy. Wächst zur Zeit mit seinen Geschwistern auf und zeigt jetzt schon eine große Lernbereitschaft  und sehr freundliches Wesen zu Hund, Katze und Kindern.
Ist in dem Reiturlaub als völlig unerschrockenes Fohlen tagtäglich drei bis vier Stunden mit gelaufen.
Nach Statur und Knochenbau wird es ein Pferd, wenn er richtig geritten wird, kann man alles Reiten, von der hohen Schule bis hin zum Raining. Gelerntes setzt er schnell um, man kann es jederzeit abrufen, es darf aber nicht langweilig sein
Er wird zur Zeit  nach Parelli Horsemanship angearbeitet.

Halfterführig, kennt Hufpflege und geht als Handpferd bei Wanderritten mit. Er wächst im Herdenverband auf, Sam Grisu ist unheimlich menschenbezogen und ein Pferd
zum verlieben. Freizeit, Gelände, Wanderreiten, Western.

Ein kräftiger Kerl mit tollem Fundament.
EigenschaftenPersönlichkeit
Freizeit, Gelände, Wanderreiten, Western.
Dressur

unerschrocken und superlieb im Umgang mit Mensch und Tier und große Nervenstärke
AusbildungAufzucht / Haltung
Halfterführig, regelmäßige Hufpflege, geht als Handpferd mit
Good-Horsemanship
Ganzjähriger Weidegang auf 20 Hektar Magerwiesen,
Mit Müttern, Tanten und Geschwistern
Natürliche FütterungEntwicklung
Magerwiesen(sehr artenreich), Heu, Heulage, unbehandeltes MaishDa die Fohlen  in den natürlichen Monaten Mai, Juni geboren werden, und nur artgerecht Fütterung erhalten und kein Mastfutter, sind Sie viel homogener  in Ihrer Form und Größe

Aktualisiert (Sonntag, 24. Januar 2010 um 13:21)

 

Zur Info, sehr interessant, mehr als empfehlenswert. 

Die sanften Methoden der Tierheilkunde


Auf diesen Seiten erhalten alle Interessierten der alternativen Tierheilkunde einen Überblick über verschiedene Therapieformen. Sie finden Informationen nicht nur über Hintergründe und Anwendungsgebiete dieser Behandlungsmethoden. Wir möchten Ihnen dabei einen kleinen Einblick in die Welt der natürlichen Tiermedizin geben. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn zu jeder dieser näher erläuterten Therapieformen gäbe es noch unendlich viel zusätzlich zu erklären. Gerne stehen wir bei weitergehenden Fragen zur Verfügung. Des weiteren gibt es eine Therapeuten - Datenbank, in der Sie nach Therapeuten in Ihrer Nähe suchen können. Unter dem Unterpunkt “Ausbildungsmöglichkeiten” geben wir eine Menge Tipps, woran Sie eine gute Ausbildung und ebenso ein gutes Ausbildungsinstitut erkennen können.

 

Viel Spaß beim Informieren, wünscht das Team von Tierheilkunde-Wissen.de

 

 

 

1000 Jahre Eisen sind genug

 

Aktualisiert (Donnerstag, 16. Juli 2009 um 12:24)

 

Kanadischer Mustang

laufendes pferd

www.kanadian-mustang.de

über 1200 Wildpferde lebten einst, von Ihren Hengsten in kleine Herden getrennt, auf dem reichhaltigen Gras einer Militär Base. Noch im Jahre 1941 ernährte dieses Gras die grossen Viehherden während der Einnahme des Rangelands. Mitte 1960 wurden die wilden Pferde von den Ranchern wenig beachtet. Während dieser Zeit rissen etliche Arbeitspferde von den Farmen aus und siedelten zu den Herden der Mustangs über: viele Quarter Horses und Vollblüter, aber auch Morgan Horses und Araber. 1965 wurden die Zäune der Militärbasis entfernt und das Land wurde unter den ansässigen Farmern verteilt. Seit dieser Zeit lebten diese freien Mustangs also unberührt und nicht überwacht von Menschen auf dieser ehemaligen Airbase.

Anfang 1990 verkündete das Militär, die Pferde zerstörten das Präriegras und wollte ebenfalls Kontrolle über die Population. Aus diesem Grunde fand ein grosser Round-up mit Verkauf statt und jeder, der einen solchen Mustang haben wollte, sollte ihn bekommen. Dies hätte das Ende dieser Rasse sein können, wenn sich nicht ein kleiner Kreis entschlossener Menschen zusammen gefunden hätte, der diese Pferde adoptierte und die SUFFIELD MUSTANG ASSOCIOATION OF CANADA gründete. Sie sahen diese Pferde nicht nur als Teil der kanadischen Geschichte, sondern sie wollten die einzigartige Suffield Mustang Blutlinie bewahren.

Die Geschichte der Mustangs begann einst mit hochwertigen, natürlich denkenden und robusten Hauspferden, der Prozess der jahrzehntelangen Selektion brachte dann allerdings phenomenale Ergebnisse! Natürliche Selektion ist sehr hart und streng, aber einfach in der Wirkung und sicher, dass der Starke überlebt. Die grosse Intelligenz und die tief sitzenden Instinkte werden von der Mutter auf das Fohlen übertragen. Die Suffield Mustangs sind Pferde, die sehr schnell und willig lernen ung gerne mit Menschen zusammenarbeiten.

Dies Ziel ist es, diese Charaktereigenschaften auch für die Zukunft zu sichern.

Ungefähr 200 Pferde der ursprünglich 1200 wurden als Grundstock der Rasse "Suffield Mustang" eingetragen. Beinahe 350 Fohlen kamen dazu. Jedes Pferd, das eingeschrieben wurde, ist authentisch und wird auf den grossen Round-up 1994 zurückgeführt.

Absolut von der Reitpferde Qualität, Robustheit und Härte dieser Pferde überzeugt, werden wir weitere Mustangs Importieren und Züchten.

Udo Wetzel, Larsheck 25 56... Kleinmaischeid

Tel: 0179 / 5 24 94 22 oder 02689/97 22 42, e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 

 

Aktualisiert (Montag, 22. September 2008 um 19:54)

 

Hufschutzarten im Vergleich

www.equi-life.eu 

 

Einleitung

„ Ohne Huf kein Pferd“ Dieser alte und oft zitierte Ausspruch hat bis heute seine Gültigkeit erhalten, denn immer wieder müssen wir feststellen, wie drastisch Huf- und Hornerkrankungen auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Pferde einwirken können.

Aus diesem Grund befassen sich Menschen seid Jahrtausenden damit, den Huf vor äußeren Einflüssen und vor zu starker Abnutzung zu schützen. Im Laufe der Zeit wurden die Hufe einer stetig steigenden Belastung im Pferdesport ausgesetzt, die zwangsläufig zu Störungen in der Balance zwischen Hornabrieb und Hornnachschub führt. Schon im Altertum hatte man erkannt, wie der Huf konstruiert ist, welche Funktionen er erfüllen muss und dass elastische Materialien eine besserer Stoßdämpfung und Hufschutzfunktion bewirken. Warum es nun so wichtig ist, den Huf so gut wie möglich zu schützen und wie das heutzutage individuell mit Hilfe verschiedener Hufschutzarten möglich ist, soll im Folgenden erläutert werden.

Aufbau des Hufes

Der Huf ist eine modifizierte Haustruktur, die speziell zur Aufnahme der Körperlast und zur Stoßdämpfung an den Gliedmaßen ausgebildet ist. Er besteht aus zwei wesentlichen Anteilen, der Hornkapsel und den darin befindlichen Strukturen (Hufbein, Huflederhaut, Hufknorpel, Hufgelenk, unterer Teil des Kronbeins, Bursa Podotrochlearis, Strahlbein, Aufhängeapparat des Hufbeins, Sehnen, Bänder, Blutgefäße und Nerven) und beginnt direkt unter dem Kronwulst. Das Horn wird von der blättchenförmigen Lederhaut im Bereich der Krone gebildet und schiebt sich als Hornröhrchen im Laufe des weiteren Wachstums in Richtung Tragerand vor. Zwischen den Hornröhrchen liegt das Zwischenröhrchenhorn, das für den Zusammenhalt der Hornzellen verantwortlich ist.

Abb.1: Aufbau der Hornkapsel (aus: McEwen, Horse Care, 2000)

 

Die Hornkapsel bzw. der Hornschuh wiederum gliedert sich in mehrere Abschnitte unterschiedlicher Lokalisation und Hornbeschaffenheit von oben nach unten in Kron-, Wand, -Sohlen, -Strahl und Ballenregion und dient dem Schutz der darunter liegenden Strukturen.

Die Verbindung zwischen der nicht sensitiven Hornkapsel einerseits und dem Hufbein und den angrenzenden Strukturen andererseits geschieht über die Lederhäute der einzelnen Abschnitte, die sich, wie bei der Hornkapsel auch, in Saum-, Kron-, Wand-, Sohlen-, Strahl- und Ballenlederhaut unterscheiden lässt. Diese Lederhäute sind stark von Blutgefäßen und Nerven durchzogen und bilden den sensitiven Anteil des Hufes. Um eine möglichst große Oberfläche für diese wichtige Verbindung zu schaffen, hat die Natur die Lederhäute in Form kleiner Blättchen angelegt, die sich in Primär- und Sekundärblättchen unterteilen lassen.

Genau diese Blättchenform findet sich auch im inneren Teil der Hornkasel wieder, die auf diese Weise eine sehr effektive und großflächige Verzahnung zwischen der epidermalen Hornwand und der knöchernen Struktur des Hufbeins bildet. Eine Aneinanderreihung dieser Blättchen von der Kronregion bis zum Tragerand führt dann zu der typischen Lamellenform der beiden Anteile, die z.B. nach der Ablösung oder des Entfernens der Hornkapsel im Verlauf der Hufrehe sichtbar wird.

 

Abb.2: Lamellenform der Wandlederhaut im Naturpräparat (aus; McEwen, Horse Care, 2000)

An Hand von ultrastrukturellen Untersuchungen weiß man heute, dass das Hufbein über den sogenannten Hufbeinträger hängemattenartig in der Hornkapsel aufgehängt ist. Dieser Aufhängeapparat befindet sich im Wandabschnitt des Hufes und besteht u.a. aus parallelfaserigem kollagenen Bindegewebe. Schwächungen des Hufbeinträgers bzw. des Aufhängeapparates können z. B. in Form eines Vollhufes sichtbar werden. Ist diese Aufhängung wie im Fall der Hufrehe extrem gestört, so kommt es auf Grund der Einwirkung der Körperlast je nach Schweregrad der Erkrankung innerhalb von Stunden oder Wochen zu typischen Lageveränderungen des Hufbeins innerhalb der Hornkapsel verbunden mit dramatischen Schmerzzuständen für das Pferd.

Funktion des Hufes

Eine wichtige Aufgabe des Hufes besteht darin, durch unterschiedlich elastische Strukturen, einwirkenden Stöße und Druckkräfte abzufangen bzw. zu dämpfen. Wie bedeutend diese Stoßbrechung für das Pferd und den Huf ist, haben biomechanische Untersuchungen gezeigt, aus denen Kraftmessungen am Huf bei Belastung hervorgehen, die bis zum 3,85-fachen des Körpergewichtes reichten. Solche enormen Kräfte müssen erst einmal kompensiert werden, was bei steigender Belastung unserer Sportpferde zunehmend schwieriger wird. Es können bei permanent ungedämpfter Stosseinwirkung auf das Skelettsystem und insbesondere auf die unteren Gliedmaßenanteile deutliche degenerative Veränderungen an Knochen, Gelenken, Gelenkknorpel, Sehnen und Bändern auftreten, die dann als Knochenzubildungen, Knochenauflösungen, Sehnen- und Bandverkalkungen, Knorpelschädigungen, Arthrosen etc in Erscheinung treten.

Die Hornkapsel ist, wie schon erwähnt, kein starres, gleichförmiges Gebilde, sondern aus mehreren unterschiedlich elastischen Abschnitten zusammengesetzt, die während der Be- und Entlastung Formveränderungen erfahren und die im Zusammenhang mit dem sogenannten Hufmechanismus stehen.

Wie sich die Hornkapsel bei der Be-und Entlastung verformt, konnte anhand neuere Studien unter Verwendung von Computermodellen gezeigt werden.

In der Belastungsphase wird das auf das Hufbein als Druckkraft lastende Körpergewicht im Huf durch den erwähnten Hufbeinträger in eine Zugbelastung verwandelt, die an der Innenseite der Hufwand angreift. Der Hufrücken weicht dabei nach hinten und unten, die Trachten erfahren eine seitliche Auslenkung, wobei sich die Trachtenwände gering nach hinten außen verschieben und dies mehr im oberen Teil als im Unteren.

In der Entlastungsphase kehren die erwähnten Hufpartien der Elastizität der Gewebe folgend hauptsächlich aber durch die hinteren Abschnitte im Bereich der Trachten, Ballen und Hufknorpel in ihre Ausgangsposition zurück.

Abb.3: Hufmechanismus während der A Belastung, B Entlastungsphase (König, 2001)

Die eigentliche Funktion dieses Mechanismus besteht nun darin, auf die hämodynamischen Funktionen der venösen Gefäße der hinteren Zehenpartie einzuwirken und den Abtransport venösem Blut aus dem Bereich der Huf-, Ballenpolster und der Hufknorpel entgegen der Schwerkraft zu fördern. Da die Durchblutung des Hufes über wenige große Blutgefäße aber eine Vielzahl kleinerer Gefäßnetze geschieht, muss besonders auf einen intakten Zufluss an nährstoffreichem Blut und den Abfluss des „verbrauchten“ Blutes geachtet werden. Das Sprichwort „Wo Blut ist, da ist Leben“ stimmt auch hier, denn kommt es an der Zehe zu Durchblutungsstörungen, hat das im Allgemeinen sehr negative und dramatische Auswirkungen auf die beschriebene Verbindung zwischen Hornkapsel und Hufbein aber auch auf die Vitalität sämtlicher Gewebe im Hufbereich.

Gewährleistet wird die Fähigkeit einer spezifischen Formveränderung durch die unterschiedlich elastischen Hornabschnitte der Hufkapsel. Während die vordere und die seitliche Hufwand eher aus fest-elastischem Horn gestaltet sind, kann man beim Strahl und dem Ballen eine weich elastische Hornkonsistenz beobachten. Anatomisch-histologische Untersuchung an Hornproben der einzelnen Regionen am Huf haben gezeigt, dass sich das Kronhorn als sechsmal härter im Vergleich zum weichen Ballenhorn herausgestellt hat.

Was bedeutet eigentlich Hornqualität?

Die qualitätsbestimmenden Faktoren der Hornsubstanz werden unter drei wesentlichen Kategorien zusammengefasst.

  1. Die sogenannte Architektur der äußeren Hornschicht gibt an, wie die von den Hornzellen gebildeten Hornröhrchen gestaltet sind, d.h. wie der Anteil von Hornröhrchenmark zu Hornröhrchenrinde ist.

  2. Interzelluläre Eigenschaften, d.h. Zusammensetzung, Menge und Verteilung des Zwischenröhrchenhorns

  3. Intrazellulare Eigenschaften, d.h. welcher Verhornungstyp (harte oder weiche) liegt vor, sowie Art, Anordnung und Verknüpfung der in den Hornzellen befindlichen Keratineiweiße

Anhand von vergleichenden Untersuchungen zwischen dem hartem Kronhorn und dem weichen Ballenhorn konnte gezeigt werden, was die Festigkeit der einzelnen Hornabschnitte bestimmt.

Abb.4: Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme einer Hornprobe aus dem Wandsegment. Die Pfeile zeigen die Vielzahl an Zusammenhangstrennungen im lockeren Keratingerüst (↑).

Abb.5: Rsterelekronenmikroskopische Aufnahme der gleichen Hornprobe aus dem Wandbereich nach Behandlung. Die Hornröhrchen (T) sind wesentlich besser strukturiert und es liegt ein deutlich festerer Hornzellverband vor.

Es wurde beobachtet, dass die Hornröhrchen im harten Kronhorn runde Querschnitte haben, wesentlich mehr Rinde als Mark aufweisen, groß sind und nur wenig aber regelmäßiges Zwischenröhrchenhorn vorhanden ist. Die Hornzellen werden durch geringe Mengen an glykoproteinreichen Interzellularkitts unverschieblich und fest miteinander verbunden und verleihen diesem Abschnitt seine mechanische Festigkeit. Ebenso ist ein hoher Anteil an schwefelhaltigen Eiweißverbindungen für einen ungestörten Verhornungsprozess bedeutend.

Beim weichen Ballenhorn dagegen, das wegen seiner elastischen und stoßdämpfenden Eigenschaft möglichst flexibel sein soll, sind die Röhrchen queroval, haben deutlich mehr Marksubstanz und viel mehr verschiebliches Zwischenröhrchenhorn.

Der Interzellularkitt besteht hier aus großen Mengen von Glykolipiden, die eher eine flexible Verbindung zwischen den Hornzellen herstellen.

V. Welche Faktoren beeinflussen die Hornqualität?

Das Hufhorn ist sozusagen wie ein Indikator zu verstehen, der angibt wenn Nährstoffe fehlen oder zu viel vorhanden sind, wechselnde hormonelle Zustände vorliegen, bestimmte systemische Erkrankungen vorhanden sind oder an der Umgebung etwas nicht in Ordnung ist.

Grundsätzlich gibt es innere und äußere Einflüsse, die als qualitätsbestimmende Faktoren Hornes zu nennen sind.

Die wichtigsten inneren Faktoren:

 

Ein wichtiger endogener Faktor ist die Vererblichkeit der Hornqualität. Sicherlich haben auch Sie schon feststellen können, wie schlechte Hornsubstanzen aber auch unregelmäßige Hufformen auf nachfolgende Generationen übertragen wurden. Das einzige Hilfsmittel in dieser Situation kann nur der Ausschluss dieser Pferde von der Zucht bedeuten bzw. eine genauere auf die Huf- und Hornqualität gerichtete Selektion.

 

Zu den inneren Faktoren gehört in jedem Fall auch eine qualitativ ausreichende Ernährung und Versorgung mit Nährstoffen, die für den Aufbau von physiologischer Hornmasse notwendig sind. Viele Studien haben gezeigt, dass Mängel an Stoffen, wie Biotin, Zink, Kupfer, Kalzium, schwefelhaltigen Aminosäuren und Eiweiße zu deutlichen Qualitätsverlusten in der Hornsubstanz führen. Jedoch haben neuere Untersuchungen ergeben, dass für den Aufbau gesunder Hornmasse eine allumfassende Substitution der relevanten Nährstoffe erfolgreicher ist als die vergleichbare Einzelnährstoffergänzung. Dieses kann nämlich in extremen Fällen die Verdrängung einzelner Nährstoffe bedeuten, wie im Falle von übermäßiger Kleiefütterung, deren hoher Phosphorgehalt die Kalziumverfügbarkeit stört.

Ähnlich gefährlich ist die zu hohe Verabreichung von Selen als Einzelstoff, der zu Vergiftungen in Form von Kronsauminfektionen mit nachfolgenden Zusammenhangstrennungen der Hornwand führen kann. Zuviel an schwefelhaltigen Aminosäuren können die Resorption von Kupfer und Zink aus dem Darm stören bzw. behindern.

Die wichtigsten äußeren Faktoren:

Als bedeutender exogener Einfluss auf die Hornqualität ist die Umgebung und das Stallmanagement zu nennen.

Hier hat man erkannt, dass insbesondere zu hohe Feuchtigkeitseinwirkung und nachfolgende Infektion mit hornzersetzenden Keimen Hauptursachen für den Hornuntergang darstellen. Trockenes Horn hat sich als wesentlich widerstandsfähiger erwiesen als feuchtes bzw. durchnässtes Horn.

Wenn die natürlichen Barrieren erst ein mal zerstört sind, steht dem Eindringen an schädigenden Faktoren nichts mehr im Wege, wie Ammoniak, Bakterien, Pilze aus dem Mist und dem Boden. Auch Fremdkörper könne sich in die Spalten und Risse setzten und zu Geschwüren und Entzündungen führen.

Trockene Aufstallung und vor allem regelmäßige trockene Reinigung der Hufe ist die beste Art den Huf zu pflegen. Man hat zudem feststellen müssen, dass häufiges Abwaschen der Hufe mit anschließender Fettung und Versiegelung den Huf nicht geschmeidiger macht, sondern eher das Einschließen von Keimen fördert, die dann für den Abbau des Hornes verantwortlich sind. Verwenden Sie daher nur Pflegemittel, die luftdurchlässig sind und den Feuchtigkeitsaustausch des Hufes auf keinen Fall stören. Auch Hornfestiger haben sich oft als ungünstig in genau diesem Zusammenhang erwiesen.

Natürlich stellt auch der richtige Beschlag des Hufes einen nicht zu vernachlässigen Faktor in der Hufgesundheit dar. Permanent falsch beschlagene Hufe können zu massiven Hufkapseldeformierungen, Hornspalten und Lahmheiten führen.

Werden die Hufe langfristig ungleich korrigiert, so resultieren Spannungszustände im Huf, die nicht nur zu Hornspalten führen, sondern auch zu Verformungen der gesamten Hornkapsel und zu Verdrehungen um die Längsachse der Gliedmaße. Fußt z.B. das Pferd permanent auf dem äußeren Tragerand, der durch den Schmied einseitig zu lang belassen wurde, so kommt es zu einer ständigen Rotation der Hornkapsel nach innen, was letztlich zur Ausbildung einer konvexen äußeren Hufwand und einer steilen inneren Hufwand führt.

VI. Auswahl des richtigen Hufschutzes

Aus den beschrieben anatomischen und physikalischen Gegebenheiten am Huf, wurde hoffentlich deutlich, wie wichtig es ist, dieses Organ „Huf“ in seiner Beschaffenheit zu erhalten bzw. zu schützen. Daher sprechen wir ja heute vom Hufschutz und nicht mehr zwangsläufig vom Beschlag. Um nun den richtigen Hufschutz für jedes Pferd zu finden, muss man sich zunächst klar werden, das jeder Hufschutz immer Vor- und Nachteile hat und es keinen gibt, der für jedes Pferd gleichermaßen optimal gestaltet ist. Jedes Pferd hat genau genommen vier verschiedene Hufe, multipliziert man das mit der Anzahl der Pferde, so führt das zu beachtlichen Zahlen individueller Konstruktionen, die eigentlich notwendig wären.

Welche Kriterien muss ein optimaler Hufschutz erfüllen:

1. Erhaltung der natürlichen Funktionen des Hufes (Stoßbrechung, Hufmechanismus)

2. Schutz der Hornsubstanz vor zu starkem Abrieb

3. Keine Behinderung des Bewegungsablaufes

4. Kosten-Nutzenrelation muss stimmen

Wichtiger Punkt bei der Auswahl des geeigneten Hufschutzes ist die Nutzung des Tieres. Handelt es sich um einen Hochleistungssportler oder wird das Pferd eher freizeitmäßig geritten, was die Intensität und Art der Nutzung zum Ausdruck bringt. Die Bodenbeschaffenheit ist ein weiterer Faktor, der berücksichtigt werden sollte. Ebenfalls muss die Hufform, die Gliedmaßenstellung und Gliedmaßenführung bei der Auswahl des geeigneten Hufschutzes beachtet werden.

VII. Tabellarischer Vergleich verschiedener nagelloser Hufschutzarten:

 

1. Schnallenhufschuhe:

2. Cuff-Hufschuhe:

3. Laschenhufschuhe:

5. Kunsthornhufschuhe:

 

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Aktualisiert (Montag, 03. August 2009 um 14:20)

 
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